Drehgeber richtig auswählen: SSI, BiSS-C und inkrementell

AnwendungsberichtSensorik & Messtechnik

Anwendungsbericht

Drehgeber erfassen Winkel, Position und Geschwindigkeit – die Grundlage präziser Bewegungssteuerung. Ob absolut oder inkrementell, welche Schnittstelle und welche Bauform: Dieser Beitrag ordnet die Auswahlkriterien und hilft beim schnellen Ersatz gängiger Modelle.

Absolut oder inkrementell?

Inkrementale Drehgeber liefern Impulse pro Umdrehung; die Position wird durch Zählen ermittelt und muss nach dem Einschalten referenziert werden. Absolute Drehgeber geben jederzeit einen eindeutigen Positionswert aus – auch nach Spannungsausfall. Bei Multiturn-Ausführungen werden zusätzlich die Umdrehungen erfasst, bei modernen Gebern zunehmend batterie- und wartungsfrei (z. B. per Energy-Harvesting).

Die passende Schnittstelle

Die Schnittstelle bestimmt, wie der Positionswert übertragen wird und muss zur Steuerung passen:

  • SSI: bewährte, synchron-serielle Punkt-zu-Punkt-Schnittstelle für absolute Werte – robust und weit verbreitet.
  • BiSS-C: offene, schnelle Echtzeit-Schnittstelle mit zusätzlicher Diagnose (bidirektional).
  • Inkrementell (TTL/HTL): klassische Impulsausgabe, einfach in vielen Antriebsreglern nutzbar.
  • Feldbus/Industrial Ethernet: z. B. PROFINET, EtherCAT, CANopen zur direkten Einbindung ins Netzwerk.

Auflösung, Bauform und Messprinzip

Neben der Schnittstelle entscheiden mechanische und messtechnische Kriterien:

  • Auflösung: Impulse pro Umdrehung (inkrementell) bzw. Bit-Auflösung Single-/Multiturn (absolut).
  • Bauform: Vollwelle oder Hohlwelle (aufsteckbar); Flansch und Wellendurchmesser passend zur Anbindung.
  • Messprinzip: optisch (höchste Auflösung) oder magnetisch (robust gegen Schock, Staub, Feuchte).
  • Umgebung: Schutzart, Temperaturbereich und Schock-/Vibrationsfestigkeit.

Schneller Ersatz und Konfiguration

Moderne Geber-Plattformen bieten hohe Konfigurierbarkeit: Schnittstelle, Auflösung und Bauform lassen sich so wählen, dass sich gängige optische Modelle direkt ersetzen lassen – oft mit robuster, magnetischer und batteriefreier Technik.

Kurz zusammengefasst

  • Inkrementell = Impulse + Referenz; absolut = jederzeit eindeutiger Wert.
  • Schnittstelle (SSI, BiSS-C, inkrementell, Feldbus) muss zur Steuerung passen.
  • Auflösung, Bauform (Voll-/Hohlwelle) und Messprinzip (optisch/magnetisch) beachten.
  • Konfigurierbare Geber vereinfachen den Ersatz bestehender Modelle.

Beratung & passende Produkte bei IKS

Als Distributionspartner für Posital (FRABA-Gruppe) hilft IKS bei der Geberauswahl – Schnittstelle, Auflösung und Bauform passend zur Anwendung, mit Beratung und Lieferung aus einer Hand.

— Beratung & Kontakt

Unterlagen oder Rückfragen zu diesem Thema?

Wir senden Ihnen Datenblätter, Anleitungen oder Anwendungsberichte — oder beraten direkt zur Auslegung in Ihrem Projekt.

Oder sofort fragen: unser KI-Assistent beantwortet Ihre Fachfrage direkt im Chat (unten rechts) — kontextbezogen und rund um die Uhr.

← Zurück zu Aktuelles