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IKS Ingenieur-Kontor-Sottrum AMFE BrandschutzSchaltschränke, Gehäuse und Maschinen
Brandschutz im Schaltschrank

Jeder dritte Brand beginnt mit Elektrizität. Ihrer muss nicht dazugehören.

Die AMFE erkennt und löscht einen Brand direkt im Schaltschrank – autark, ohne Stromversorgung und bevor er sich ausbreitet. So schützen Sie Anlagen, Verfügbarkeit und Menschen genau dort, wo Brände am häufigsten entstehen: an der elektrischen Komponente.

Erst einmal ansehen, wie es funktioniert →

VdS-zertifiziertLöschmittel FK-5-1-12Ohne Hilfsenergie Rückstandsfrei6 BaugrößenNachrüstbar
AMFE Löscheinheit oben im Schaltschrank montiert
Die AMFE sitzt oben im Schrank – dort, wo die Wärme zuerst ankommt.
30 %

aller Brände entstehen durch Elektrizität, viele davon in Elektrogeräten

Quelle: IFS Kiel
alle 6 Min.

brennt es in Deutschland statistisch aufgrund von Elektrizität

Quelle: statista
Top-Risiko

Betriebsunterbrechungen zählen zu den größten Unternehmensrisiken weltweit

Quelle: Allianz Risk Barometer
40 %

aller Betriebe sind nach einem Brandschaden im ersten Jahr insolvent

Quelle: Erno Mayer, 2M Brandschutz
Das Problem

Nicht der Brand ist teuer. Der Stillstand ist es.

Ein Schmorbrand in einer Klemme kostet ein paar Euro an Material. Was er wirklich kostet, steht in der Produktionsplanung: verlorene Schichten, Konventionalstrafen, Lieferverzug, im schlimmsten Fall die Löschanlage des Gebäudes, die den ganzen Raum flutet.

Die Ursachen sind vielfältig

Lockere Steckverbindungen, kalte Lötstellen, Spannungsschwankungen, Bauteilfehler, Alterung, Betrieb außerhalb der Spezifikation. Selbst der beste Hersteller kann das nicht zu 100 % ausschließen.

Niemand ist dabei, wenn es passiert

Schaltschränke sind geschlossen, oft in Technikräumen, nachts unbeaufsichtigt. Bis jemand den Rauch bemerkt, ist aus dem Entstehungsbrand längst ein Schaden geworden.

Gebäudelöschanlagen kommen zu spät

Sie schützen das Gebäude, nicht das Gerät. Bis sie auslösen, ist der Schrank verloren – und das Löschmittel richtet in der übrigen Elektronik oft mehr Schaden an als das Feuer.

„Ein Feuerlöschsystem ohne Nebenwirkungen, das keinen Einfluss auf die elektrische Funktionsfähigkeit des Schaltschranks nimmt. Es gewährleistet, dass die Anlage nach dem Beheben der Ursache sofort wieder in Betrieb gehen kann. Die größte Anlagenverfügbarkeit ist so für Sie sichergestellt.“ Kurzbeschreibung aus dem IKS-Produktkatalog
Komplette AMFE-Einheit mit Auslösekopf, Manometer und Löschmittelzylinder

Auslösekopf, Ventil mit Manometer und Löschmittelzylinder – eine Einheit, fertig konfektioniert.

Die Lösung

AMFE – die Automatische Miniatur-Feuerlösch-Einheit.

Ein Kleinlöschsystem für elektrotechnische Schaltschränke und Anlagen. VdS-zertifiziert, von Versicherungen empfohlen. Es detektiert den Brand automatisch, verhindert die Ausbreitung des Feuers und damit den Folgeschaden.

  • Ohne Hilfsenergie. Die Auslösung ist rein mechanisch. Fällt der Strom aus, schützt die Anlage trotzdem.
  • Direkt am Brandherd. Kein Rohrnetz, keine Düsen, keine Zentrale – die Einheit sitzt im Schrank.
  • Ohne Löschschaden. Das Löschmittel ist elektrisch nicht leitend und verflüchtigt sich rückstandsfrei.
  • Nachrüstbar. Auch in bestehende Schränke, ohne Umbau der Elektroinstallation.
  • Wartungsarm. Jährlicher Blick auf das Manometer – oder automatisiert per Drucksensor.
  • Skalierbar. Sechs Baugrößen, mehrere Einheiten je Schrank, synchron auslösbar.
Die Funktionsweise

Vier Schritte. Keine Elektronik dazwischen.

Die milliardenfach bewährte Sprinklerampulle aus Glas platzt bei Übertemperatur und gibt über eine vorgespannte Feder und eine Nadel das Löschmittel frei. Das ist alles – und genau deshalb funktioniert es auch dann, wenn sonst nichts mehr funktioniert.

1 Schnittbild: Auslösekopf im Ruhezustand

Bereit

Die Glasampulle hält die vorgespannte Feder in Position. Der Zylinder ist verschlossen, das Manometer zeigt Betriebsdruck.

2 Schnittbild: die Glasampulle zerspringt

Die Ampulle platzt

Erreicht die Temperatur im Schrank den Auslösewert, zerspringt das Glas – dieselbe Physik wie beim Sprinkler.

3 Schnittbild: die Feder öffnet den Zylinder

Der Zylinder öffnet

Die Feder treibt die Nadel in die Berstscheibe des Löschmittelzylinders. Kein Strom, kein Signal, keine Verzögerung.

4 Schnittbild: das Löschmittel tritt aus

Es wird gelöscht

Das Löschmittel tritt aus, verdampft, kühlt und erstickt den Brand direkt am Entstehungsort.

Die Glasampulle bestimmt, wann gelöscht wird

Die Auslösetemperatur wählen Sie über die Farbe der Ampulle. Faustregel: rund 20 Kelvin über der höchsten Temperatur, die im Schrank betriebsmäßig auftreten kann. Werden im Sommer 70 °C erreicht, ist 93 °C die richtige Wahl – so löst die Anlage nicht versehentlich aus.

Glasampulle 57 °C, orange57 °Corange
Glasampulle 68 °C, rot68 °Crot · Standard
Glasampulle 79 °C, gelb79 °Cgelb
Glasampulle 93 °C, grün93 °Cgrün
Glasampulle 141 °C, blau141 °Cblau

Weitere Auslösewerte auf Anfrage. 141 °C und 182 °C stehen ausschließlich als rein thermische Ausführung zur Verfügung.

Wo die Einheit montiert wird

  • Möglichst weit oben im Schrank. Dort steigt die Temperatur zuerst an, dort löst die Anlage am schnellsten aus.
  • Auslösekopf schräg nach unten – 25° bis 90° zur Waagerechten.
  • Geschlossener Boden. Werden Kabel von unten eingeführt, genügt eine Abschottung mit Moosgummi- oder Bürstenleiste.
  • Keine Abstandsvorgaben nach oben oder zu den Seitenwänden.
  • Vibrationsfeste Halterung serienmäßig – auch für Bahn, Bergbau und Schiff geeignet.
Alternativ: Montage auf der Schrankoberseite Wenn im Schrank kein Platz ist, gibt es für jede Baugröße ein Montageset für die Schrankoberseite. Der Konfigurator berücksichtigt das als eigene Montageart.
Das Löschmittel

FK-5-1-12 löscht dreifach – und hinterlässt nichts.

Bei Raumtemperatur eine Flüssigkeit, beim Austritt ein Gas. Es kühlt, verdünnt und unterbricht die Verbrennungsreaktion chemisch. Danach verflüchtigt es sich, ohne Rückstände auf Platinen, Klemmen oder Kontakten zu hinterlassen.

1. Wärmeentzug

Beim Verdampfen entzieht das Mittel dem Feuer Energie. Seine Verdunstungskälte ist etwa doppelt so hoch wie die von Wasser – die Verbrennungsreaktion bricht ab.

2. Verdünnung

Die brennbaren Dämpfe in der Luft werden verdünnt. Die Konzentration sinkt unter den Wert, den das Feuer zum Weiterbrennen braucht.

3. Chemische Hemmung

Das Mittel greift in die Verbrennungsreaktion ein und hemmt die Bildung der freien Radikale, die den Brand am Laufen halten.

Was das für Ihre Anlage bedeutet

Nicht leitfähig & nicht korrosiv

Es entstehen keine Kriechströme, keine Kurzschlüsse, keine Korrosion an Kontakten – anders als bei Wassernebel oder Aerosolen, die leitfähige oder korrosive Rückstände hinterlassen.

Rückstandsfrei & ungiftig

Kein Aerosolstaub, keine Ablagerungen, nichts zu reinigen. Das Mittel ist ungiftig und nicht brennbar. Nach dem Beheben der Ursache läuft die Anlage sofort wieder.

Kein Ozonabbaupotenzial

ODP = 0. In der Atmosphäre zerfällt der Stoff durch UV-Strahlung innerhalb von etwa vier bis fünf Tagen – das Treibhauspotenzial liegt unter 1.

Null-Emissions-Design

Im Zylinder ist das Mittel drucklos und hermetisch versiegelt. Im normalen Betrieb entstehen keinerlei Emissionen – freigesetzt wird ausschließlich im Ernstfall.

Und die PFAS-Diskussion? Das geplante europäische Beschränkungsverfahren erfasst formal auch FK-5-1-12. Die wissenschaftlichen Ausschüsse der ECHA haben im März 2026 jedoch ausdrücklich anerkannt, dass ein pauschales Sofortverbot kritische Infrastrukturen gefährden würde, und bevorzugen Ausnahmen für geschlossene Brandschutzsysteme. Gerechnet wird mit Übergangsfristen von bis zu zwölf Jahren ab Inkrafttreten – und mit einem Inkrafttreten frühestens 2027/2028. Für installierte Anlagen gilt Bestandsschutz, Wartung und Service sind über die gesamte Lebensdauer abgesichert. Kurz: AMFE-Systeme dürfen uneingeschränkt weiter geplant, eingebaut und betrieben werden. Sinngemäß nach der Stellungnahme der JOB GmbH vom 15.06.2026. Gern senden wir Ihnen das Dokument im Original zu.
Die Ausbaustufen

Vom stillen Selbstlöscher bis zur überwachten Anlage.

Der Löschvorgang ist bei allen Varianten identisch. Was sich unterscheidet, ist die Frage, ob und wie Sie davon erfahren – und ob die Anlage auch von außen ausgelöst werden kann.

Auslösekopf T-AMFE
T-AMFE · rein thermisch
Auslösekopf R-AMFE
R-AMFE · mit Kontakten für Meldung und Fernauslösung
Stufe 1

T-AMFE

rein thermisch, komplett passiv

  • Auslösung beim Überschreiten des Grenzwertes
  • Keine elektrische Installation erforderlich
  • Verfügbar für 57, 68, 79, 93, 141 und 182 °C
  • Die günstigste Absicherung überhaupt
Stufe 2

S-AMFE

thermisch mit Rückmeldung

  • Signalisierung über 24 V DC Öffnerkontakt nach extern
  • Ein Relais oder eine Steuerung erkennt die Auslösung
  • Die Anlage kann spannungsfrei geschaltet werden – das verhindert die Rückzündung
  • Auslösewerte 68, 79 und 93 °C
Empfehlung

R-AMFE

überwacht und fernauslösbar

  • Alles aus Stufe 2 – plus elektrische Fernauslösung (24 V DC)
  • Ein Rauchschalter kann auslösen, bevor die Ampulle die Temperatur erreicht
  • Die thermische Auslösung bleibt als Redundanz erhalten
  • Zwei Einheiten lassen sich synchron auslösen – für große Schränke und Anreihungen
Überwachung des Löschmittelvorrats Ohne Überwachung, mit Manometer zum einmal jährlichen Ablesen oder mit Drucksensor 4–20 mA für die automatische Fernüberwachung. Die VdS-Zertifizierung G 6220002 gilt für die Überwachung mit S-AMFE oder R-AMFE in Verbindung mit Manometer oder Drucksensor.
Das System

Löschen ist der Anfang. Wissen, dass gelöscht wurde, ist der Rest.

Die Löscheinheit allein arbeitet still. Erst mit Detektion, Auswertung und Signalisierung wird daraus eine Anlage, die den Brand meldet, die Einspeisung abschaltet und Ihre Leitwarte informiert.

Prinzipaufbau: Multialert Mini, zwei Rauchschalter, zwei R-AMFE, Signalisierung, Netzteil
Prinzipaufbau für die synchrone Auslösung von zwei Systemen

Was zusammenspielt

  • Rauchschalter erkennt den Schwelbrand, lange bevor 68 °C erreicht sind.
  • Steuer- und Auswerteeinheit (Multialert Mini) versorgt bis zu zwei AMFE und zwei Rauchschalter, wertet aus und schaltet potenzialfreie Kontakte.
  • Signalisierung optisch, akustisch oder beides – Schallgeber bis 105 dB, Blitzleuchte oder die LED-Schallgeberkombination.
  • Spannungsversorgung 230 V AC auf 24 V DC, ausgelegt auf 2,5 A je AMFE-Einheit.
  • USV mit Batteriemodul hält die Überwachung über eine Stunde am Leben, auch wenn die Einspeisung wegen des Brandes abgeschaltet wurde.
Synchrone Auslösung Löst eine R-AMFE thermisch aus, bestromt die Steuereinheit die zweite Einheit – beide Hälften eines großen Schranks werden gleichzeitig geflutet.

Die Bausteine der Anlage

Acht Bausteine ergeben die Anlage – vom reinen Selbstlöscher bis zur überwachten, gemeldeten und notstromgepufferten Lösung. Auf eine Kachel tippen: Sie sehen, wofür der Baustein da ist und welche Ausführungen es gibt.

Die Auslegung

Sechs Baugrößen – die Auslegung folgt dem Volumen.

Maßgeblich ist das freie Volumen im Schrank: Außenmaß minus eingebaute Komponenten. Reicht eine Größe nicht aus, werden mehrere Einheiten kombiniert. Genau das rechnet der Konfigurator weiter unten für Sie aus.

Die sechs Baugrößen der AMFE-Einheit im Größenvergleich, Gr. 0 bis Gr. 5
Sechs Baugrößen, jeweils mit montiertem Auslösekopf – von Gr. 0 für kleine Gehäuse bis Gr. 5 für den großen Anreihschrank
GrößeZylinder Ø × LLöschmittel Schutzvolumen VdS 2381 (5,8 %)EN 15004-2 (5,3 %) Beispielschrank
022 × 128 mm24 ml0,046 m³0,050 m³380 × 400 × 300 mm
135 × 154 mm72 ml0,137 m³0,151 m³600 × 760 × 300 mm
240 × 186 mm120 ml0,229 m³0,251 m³1000 × 760 × 300 mm
351 × 251 mm241 ml0,459 m³0,505 m³1000 × 1200 × 380 mm
451 × 356 mm360 ml0,686 m³0,754 m³800 × 2000 × 400 mm
560 × 380 mm603 ml1,149 m³1,264 m³1200 × 2000 × 450 mm

Löschmittelkonzentration ≥ 5,9 % gemäß den gängigen Normen ISO 14520, EN 15004, VdS 2381 und NFPA 2001. Die Auslegung und die Wahl der Zylindergröße verantwortet der Planer – wir unterstützen Sie dabei.

Schnell-Check

Drei Fragen. Eine Hausnummer.

Keine Anmeldung, keine Adresse, keine Wartezeit. Wir rechnen mit der Standardauslegung und den aktuellen Listenpreisen – damit Sie wissen, in welcher Größenordnung Sie planen. Wer es genauer braucht, wechselt jederzeit in die Detail-Auslegung.

Wie groß ist Ihr Schaltschrank?

Frage 1 von 3

⏱ etwa 2 Minuten

Wie groß ist Ihr Schaltschrank?

Wählen Sie eine der gängigen Bauformen aus dem Schaltschrank- und Maschinenbau – oder geben Sie Ihre Maße direkt ein. Entscheidend ist allein das Volumen (Breite × Höhe × Tiefe).

Ihre Maße passen nicht dazu? Kein Problem.

Sonderbau, Anreihung, Gehäuse, Maschinenverkleidung – tragen Sie einfach die tatsächlichen Innenmaße ein. Wir rechnen mit jedem Volumen.

0,96 m³Volumen
Wofür geeignet

Überall dort, wo niemand danebensteht.

Die AMFE ist geprüft auf Vibration und Umwelteinflüsse und auf lange Lebensdauer mit minimalem Wartungsaufwand ausgelegt. Deshalb findet sie sich längst nicht nur im Schaltschrank.

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Medientechnik
Bahn & Verkehr
Windkraft
Museen & Archive
Schifffahrt
Ihre Vorteile

Für Betreiber ein Schutz. Für Schaltanlagenbauer ein Argument.

Warum nicht in jedem Angebot an Ihre Kunden dieses Plus als optionale Position mit aufführen? Es kostet wenig, hebt Sie vom Wettbewerb ab – und schützt am Ende auch Ihre eigene Gewährleistung.

Qualität und Sicherheit erhöhen

Ein integrierter Feuerstopp macht aus einem Schaltschrank ein Produkt mit nachweisbarem Sicherheitsniveau.

Versicherungsprämien senken

Das System ist VdS-zertifiziert und wird von Versicherungen empfohlen. Eine Prämienreduktion ist möglich – fragen Sie Ihren Versicherer.

Rückrufrisiko minimieren

Wer den Brand im eigenen Gerät verhindert, verhindert auch die Schlagzeile und den Produktrückruf.

Baufreigaben erleichtern

Bei kritischer Infrastruktur und in sensiblen Gebäuden ist geräteintegrierter Brandschutz häufig das Argument, das die Freigabe beschleunigt.

Alleinstellungsmerkmal im Angebot

Eine optionale Position, die kaum ein Wettbewerber anbietet – und die beim Kunden hängen bleibt.

Anlagenverfügbarkeit sichern

Nach dem Tausch der defekten Komponente läuft die Anlage sofort weiter. Kein Reinigen, kein Trocknen, kein Warten auf Ersatz für zerstörte Nachbarbaugruppen.

Häufige Fragen

Was Interessenten uns zuerst fragen.

Wie viele AMFE brauche ich für meinen Schaltschrank?

Das hängt allein vom freien Volumen ab: Außenmaß minus eingebaute Komponenten. Für einen typischen 800 × 2000 × 600 mm Schrank genügt in der Regel eine Einheit der Größe 5. Größere oder angereihte Schränke werden mit mehreren Einheiten ausgelegt, die synchron auslösen. Der Rechner oben nennt Ihnen die Zahl in Sekunden.

Beschädigt das Löschmittel meine Elektronik?

Nein. FK-5-1-12 ist elektrisch nicht leitend, nicht korrosiv und hinterlässt keine Rückstände – kein Aerosolstaub, keine Ablagerungen, nichts zu reinigen. Genau darin liegt der Unterschied zu Wassernebel, Pulver oder Aerosolen. Beschädigt bleibt nur das, was der Brand selbst zerstört hat.

Was passiert nach einer Auslösung?

Die Ursache wird behoben, die defekte Komponente getauscht, die AMFE-Einheit ersetzt – und die Anlage läuft weiter. Weil kein Löschmittelschaden entsteht, ist die Wiederinbetriebnahme eine Sache von Stunden statt Wochen.

Ist eine R-AMFE mit Steuergerät verbaut, wird die Auslösung gemeldet und die Einspeisung kann automatisch abgeschaltet werden. Das verhindert die Rückzündung.

Welche Auslösetemperatur ist die richtige?

Etwa 20 Kelvin über der höchsten Temperatur, die im Schrank betriebsmäßig auftreten kann – inklusive Sommer, Sonneneinstrahlung und Volllast. Für normal belüftete Schaltschränke ist 68 °C der übliche Wert; wird es im Sommer sehr warm, wählt man 93 °C. Zu niedrig gewählt, löst die Anlage unnötig aus; zu hoch gewählt, löscht sie später als möglich.

Wie aufwendig ist die Wartung?

Mit Manometer: einmal jährlich hinsehen, ob der Zeiger im grünen Bereich steht. Mit Drucksensor 4–20 mA und Grenzwertschalter: gar nicht mehr – die Anlage meldet den Druckverlust selbst. Es gibt keine Pflicht zu teuren Wartungsverträgen.

Lässt sich das nachrüsten?

Ja, und das ist der Regelfall. Die Einheit wird oben im Schrank mit einer vibrationsfesten Schelle befestigt, der Auslösekopf zeigt schräg nach unten. Ist im Schrank kein Platz, gibt es für jede Baugröße ein Montageset für die Schrankoberseite. In die Elektroinstallation wird nicht eingegriffen – außer Sie wollen die Signalisierung nutzen.

Muss der Schrankboden geschlossen sein?

Ja, damit das Löschmittel nicht sofort nach unten entweicht. Werden Kabel von unten eingeführt, genügt eine Abschottung mit Moosgummi- oder Bürstenleiste – ein dichter Boden im Sinne einer Gasdruckprüfung ist nicht erforderlich.

Ist FK-5-1-12 wegen der PFAS-Regulierung ein Auslaufmodell?

Nein. Das geplante EU-Beschränkungsverfahren erfasst den Stoff formal, die wissenschaftlichen ECHA-Ausschüsse haben aber Ausnahmen für geschlossene Brandschutzsysteme befürwortet und Übergangsfristen von voraussichtlich bis zu zwölf Jahren ab Inkrafttreten in Aussicht gestellt; das Inkrafttreten wird nicht vor 2027/2028 erwartet. Installierte Anlagen genießen Bestandsschutz, Wartung und Service sind über die Lebensdauer abgesichert. Der Hersteller forscht parallel an PFAS-freien Lösungen und baut Rücknahme- und Recyclingprozesse auf.

Warum nicht einfach Stickstoff oder Wassernebel?

Inertgase brauchen wegen der geringeren Löschwirkung ein Vielfaches an Volumen und Lagerdrücke bis 300 bar – eine autarke Integration direkt im Schaltschrank ist damit physikalisch nicht möglich. Wassernebel und Aerosole hinterlassen leitfähige oder korrosive Rückstände und zerstören genau die Elektronik, die sie schützen sollen.

Sind die Preise hier verbindlich?

Nein. Der Rechner arbeitet mit den unverbindlichen Listenpreisen und einer Standardauslegung (R-AMFE, 68 °C, Manometer, Einbau nach VdS 2381). Ihre tatsächlichen Konditionen, die Montageart, die Auslösetemperatur und das Zubehör stimmen wir im Angebot mit Ihnen ab. Preisstand V26.1 / Mappe V26.5.

Sprechen wir über Ihren Schrank.

Wir sind System- und Vertriebspartner für JOB AMFE und begleiten Sie von der ersten Einschätzung über die normgerechte Auslegung bis zur Inbetriebnahme. Schicken Sie uns Ihre Maße – den Rest machen wir.