Die AMFE erkennt und löscht einen Brand direkt im Schaltschrank – autark, ohne Stromversorgung und bevor er sich ausbreitet. So schützen Sie Anlagen, Verfügbarkeit und Menschen genau dort, wo Brände am häufigsten entstehen: an der elektrischen Komponente.
Erst einmal ansehen, wie es funktioniert →
aller Brände entstehen durch Elektrizität, viele davon in Elektrogeräten
Quelle: IFS Kielbrennt es in Deutschland statistisch aufgrund von Elektrizität
Quelle: statistaBetriebsunterbrechungen zählen zu den größten Unternehmensrisiken weltweit
Quelle: Allianz Risk Barometeraller Betriebe sind nach einem Brandschaden im ersten Jahr insolvent
Quelle: Erno Mayer, 2M BrandschutzEin Schmorbrand in einer Klemme kostet ein paar Euro an Material. Was er wirklich kostet, steht in der Produktionsplanung: verlorene Schichten, Konventionalstrafen, Lieferverzug, im schlimmsten Fall die Löschanlage des Gebäudes, die den ganzen Raum flutet.
Lockere Steckverbindungen, kalte Lötstellen, Spannungsschwankungen, Bauteilfehler, Alterung, Betrieb außerhalb der Spezifikation. Selbst der beste Hersteller kann das nicht zu 100 % ausschließen.
Schaltschränke sind geschlossen, oft in Technikräumen, nachts unbeaufsichtigt. Bis jemand den Rauch bemerkt, ist aus dem Entstehungsbrand längst ein Schaden geworden.
Sie schützen das Gebäude, nicht das Gerät. Bis sie auslösen, ist der Schrank verloren – und das Löschmittel richtet in der übrigen Elektronik oft mehr Schaden an als das Feuer.
Auslösekopf, Ventil mit Manometer und Löschmittelzylinder – eine Einheit, fertig konfektioniert.
Ein Kleinlöschsystem für elektrotechnische Schaltschränke und Anlagen. VdS-zertifiziert, von Versicherungen empfohlen. Es detektiert den Brand automatisch, verhindert die Ausbreitung des Feuers und damit den Folgeschaden.
Die milliardenfach bewährte Sprinklerampulle aus Glas platzt bei Übertemperatur und gibt über eine vorgespannte Feder und eine Nadel das Löschmittel frei. Das ist alles – und genau deshalb funktioniert es auch dann, wenn sonst nichts mehr funktioniert.
Die Glasampulle hält die vorgespannte Feder in Position. Der Zylinder ist verschlossen, das Manometer zeigt Betriebsdruck.
Erreicht die Temperatur im Schrank den Auslösewert, zerspringt das Glas – dieselbe Physik wie beim Sprinkler.
Die Feder treibt die Nadel in die Berstscheibe des Löschmittelzylinders. Kein Strom, kein Signal, keine Verzögerung.
Das Löschmittel tritt aus, verdampft, kühlt und erstickt den Brand direkt am Entstehungsort.
Die Auslösetemperatur wählen Sie über die Farbe der Ampulle. Faustregel: rund 20 Kelvin über der höchsten Temperatur, die im Schrank betriebsmäßig auftreten kann. Werden im Sommer 70 °C erreicht, ist 93 °C die richtige Wahl – so löst die Anlage nicht versehentlich aus.
Weitere Auslösewerte auf Anfrage. 141 °C und 182 °C stehen ausschließlich als rein thermische Ausführung zur Verfügung.
Bei Raumtemperatur eine Flüssigkeit, beim Austritt ein Gas. Es kühlt, verdünnt und unterbricht die Verbrennungsreaktion chemisch. Danach verflüchtigt es sich, ohne Rückstände auf Platinen, Klemmen oder Kontakten zu hinterlassen.
Beim Verdampfen entzieht das Mittel dem Feuer Energie. Seine Verdunstungskälte ist etwa doppelt so hoch wie die von Wasser – die Verbrennungsreaktion bricht ab.
Die brennbaren Dämpfe in der Luft werden verdünnt. Die Konzentration sinkt unter den Wert, den das Feuer zum Weiterbrennen braucht.
Das Mittel greift in die Verbrennungsreaktion ein und hemmt die Bildung der freien Radikale, die den Brand am Laufen halten.
Es entstehen keine Kriechströme, keine Kurzschlüsse, keine Korrosion an Kontakten – anders als bei Wassernebel oder Aerosolen, die leitfähige oder korrosive Rückstände hinterlassen.
Kein Aerosolstaub, keine Ablagerungen, nichts zu reinigen. Das Mittel ist ungiftig und nicht brennbar. Nach dem Beheben der Ursache läuft die Anlage sofort wieder.
ODP = 0. In der Atmosphäre zerfällt der Stoff durch UV-Strahlung innerhalb von etwa vier bis fünf Tagen – das Treibhauspotenzial liegt unter 1.
Im Zylinder ist das Mittel drucklos und hermetisch versiegelt. Im normalen Betrieb entstehen keinerlei Emissionen – freigesetzt wird ausschließlich im Ernstfall.
Der Löschvorgang ist bei allen Varianten identisch. Was sich unterscheidet, ist die Frage, ob und wie Sie davon erfahren – und ob die Anlage auch von außen ausgelöst werden kann.
rein thermisch, komplett passiv
thermisch mit Rückmeldung
überwacht und fernauslösbar
Die Löscheinheit allein arbeitet still. Erst mit Detektion, Auswertung und Signalisierung wird daraus eine Anlage, die den Brand meldet, die Einspeisung abschaltet und Ihre Leitwarte informiert.
Acht Bausteine ergeben die Anlage – vom reinen Selbstlöscher bis zur überwachten, gemeldeten und notstromgepufferten Lösung. Auf eine Kachel tippen: Sie sehen, wofür der Baustein da ist und welche Ausführungen es gibt.
Maßgeblich ist das freie Volumen im Schrank: Außenmaß minus eingebaute Komponenten. Reicht eine Größe nicht aus, werden mehrere Einheiten kombiniert. Genau das rechnet der Konfigurator weiter unten für Sie aus.
| Größe | Zylinder Ø × L | Löschmittel | Schutzvolumen VdS 2381 (5,8 %) | EN 15004-2 (5,3 %) | Beispielschrank |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 22 × 128 mm | 24 ml | 0,046 m³ | 0,050 m³ | 380 × 400 × 300 mm |
| 1 | 35 × 154 mm | 72 ml | 0,137 m³ | 0,151 m³ | 600 × 760 × 300 mm |
| 2 | 40 × 186 mm | 120 ml | 0,229 m³ | 0,251 m³ | 1000 × 760 × 300 mm |
| 3 | 51 × 251 mm | 241 ml | 0,459 m³ | 0,505 m³ | 1000 × 1200 × 380 mm |
| 4 | 51 × 356 mm | 360 ml | 0,686 m³ | 0,754 m³ | 800 × 2000 × 400 mm |
| 5 | 60 × 380 mm | 603 ml | 1,149 m³ | 1,264 m³ | 1200 × 2000 × 450 mm |
Löschmittelkonzentration ≥ 5,9 % gemäß den gängigen Normen ISO 14520, EN 15004, VdS 2381 und NFPA 2001. Die Auslegung und die Wahl der Zylindergröße verantwortet der Planer – wir unterstützen Sie dabei.
Keine Anmeldung, keine Adresse, keine Wartezeit. Wir rechnen mit der Standardauslegung und den aktuellen Listenpreisen – damit Sie wissen, in welcher Größenordnung Sie planen. Wer es genauer braucht, wechselt jederzeit in die Detail-Auslegung.
Frage 1 von 3
Wählen Sie eine der gängigen Bauformen aus dem Schaltschrank- und Maschinenbau – oder geben Sie Ihre Maße direkt ein. Entscheidend ist allein das Volumen (Breite × Höhe × Tiefe).
Sonderbau, Anreihung, Gehäuse, Maschinenverkleidung – tragen Sie einfach die tatsächlichen Innenmaße ein. Wir rechnen mit jedem Volumen.
Die AMFE ist geprüft auf Vibration und Umwelteinflüsse und auf lange Lebensdauer mit minimalem Wartungsaufwand ausgelegt. Deshalb findet sie sich längst nicht nur im Schaltschrank.
Warum nicht in jedem Angebot an Ihre Kunden dieses Plus als optionale Position mit aufführen? Es kostet wenig, hebt Sie vom Wettbewerb ab – und schützt am Ende auch Ihre eigene Gewährleistung.
Ein integrierter Feuerstopp macht aus einem Schaltschrank ein Produkt mit nachweisbarem Sicherheitsniveau.
Das System ist VdS-zertifiziert und wird von Versicherungen empfohlen. Eine Prämienreduktion ist möglich – fragen Sie Ihren Versicherer.
Wer den Brand im eigenen Gerät verhindert, verhindert auch die Schlagzeile und den Produktrückruf.
Bei kritischer Infrastruktur und in sensiblen Gebäuden ist geräteintegrierter Brandschutz häufig das Argument, das die Freigabe beschleunigt.
Eine optionale Position, die kaum ein Wettbewerber anbietet – und die beim Kunden hängen bleibt.
Nach dem Tausch der defekten Komponente läuft die Anlage sofort weiter. Kein Reinigen, kein Trocknen, kein Warten auf Ersatz für zerstörte Nachbarbaugruppen.
Das hängt allein vom freien Volumen ab: Außenmaß minus eingebaute Komponenten. Für einen typischen 800 × 2000 × 600 mm Schrank genügt in der Regel eine Einheit der Größe 5. Größere oder angereihte Schränke werden mit mehreren Einheiten ausgelegt, die synchron auslösen. Der Rechner oben nennt Ihnen die Zahl in Sekunden.
Nein. FK-5-1-12 ist elektrisch nicht leitend, nicht korrosiv und hinterlässt keine Rückstände – kein Aerosolstaub, keine Ablagerungen, nichts zu reinigen. Genau darin liegt der Unterschied zu Wassernebel, Pulver oder Aerosolen. Beschädigt bleibt nur das, was der Brand selbst zerstört hat.
Die Ursache wird behoben, die defekte Komponente getauscht, die AMFE-Einheit ersetzt – und die Anlage läuft weiter. Weil kein Löschmittelschaden entsteht, ist die Wiederinbetriebnahme eine Sache von Stunden statt Wochen.
Ist eine R-AMFE mit Steuergerät verbaut, wird die Auslösung gemeldet und die Einspeisung kann automatisch abgeschaltet werden. Das verhindert die Rückzündung.
Etwa 20 Kelvin über der höchsten Temperatur, die im Schrank betriebsmäßig auftreten kann – inklusive Sommer, Sonneneinstrahlung und Volllast. Für normal belüftete Schaltschränke ist 68 °C der übliche Wert; wird es im Sommer sehr warm, wählt man 93 °C. Zu niedrig gewählt, löst die Anlage unnötig aus; zu hoch gewählt, löscht sie später als möglich.
Mit Manometer: einmal jährlich hinsehen, ob der Zeiger im grünen Bereich steht. Mit Drucksensor 4–20 mA und Grenzwertschalter: gar nicht mehr – die Anlage meldet den Druckverlust selbst. Es gibt keine Pflicht zu teuren Wartungsverträgen.
Ja, und das ist der Regelfall. Die Einheit wird oben im Schrank mit einer vibrationsfesten Schelle befestigt, der Auslösekopf zeigt schräg nach unten. Ist im Schrank kein Platz, gibt es für jede Baugröße ein Montageset für die Schrankoberseite. In die Elektroinstallation wird nicht eingegriffen – außer Sie wollen die Signalisierung nutzen.
Ja, damit das Löschmittel nicht sofort nach unten entweicht. Werden Kabel von unten eingeführt, genügt eine Abschottung mit Moosgummi- oder Bürstenleiste – ein dichter Boden im Sinne einer Gasdruckprüfung ist nicht erforderlich.
Nein. Das geplante EU-Beschränkungsverfahren erfasst den Stoff formal, die wissenschaftlichen ECHA-Ausschüsse haben aber Ausnahmen für geschlossene Brandschutzsysteme befürwortet und Übergangsfristen von voraussichtlich bis zu zwölf Jahren ab Inkrafttreten in Aussicht gestellt; das Inkrafttreten wird nicht vor 2027/2028 erwartet. Installierte Anlagen genießen Bestandsschutz, Wartung und Service sind über die Lebensdauer abgesichert. Der Hersteller forscht parallel an PFAS-freien Lösungen und baut Rücknahme- und Recyclingprozesse auf.
Inertgase brauchen wegen der geringeren Löschwirkung ein Vielfaches an Volumen und Lagerdrücke bis 300 bar – eine autarke Integration direkt im Schaltschrank ist damit physikalisch nicht möglich. Wassernebel und Aerosole hinterlassen leitfähige oder korrosive Rückstände und zerstören genau die Elektronik, die sie schützen sollen.
Nein. Der Rechner arbeitet mit den unverbindlichen Listenpreisen und einer Standardauslegung (R-AMFE, 68 °C, Manometer, Einbau nach VdS 2381). Ihre tatsächlichen Konditionen, die Montageart, die Auslösetemperatur und das Zubehör stimmen wir im Angebot mit Ihnen ab. Preisstand V26.1 / Mappe V26.5.
Wir sind System- und Vertriebspartner für JOB AMFE und begleiten Sie von der ersten Einschätzung über die normgerechte Auslegung bis zur Inbetriebnahme. Schicken Sie uns Ihre Maße – den Rest machen wir.